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Aktuelles & News


WIE SOLL DIE HOTELLERIE HOCHFAHREN?

Große Unsicherheit in der Hotellerie

Innsbruck/Wien (OTS) - Der Countdown für den 29. Mai, dem Tag der möglichen Wiedereröffnung von Hotels, tickt unaufhörlich. Hoteliers haben spätestens mit der Online-Wirtekonferenz auf klare Regeln für den Betrieb gehofft. Doch auch weniger als drei Wochen vor dem Eröffnungstermin, gibt es noch immer viele Unklarheiten! Planungen sind so fast unmöglich, besonders für Betriebe, deren Existenz von der Sommersaison alleine abhängig ist. Jedenfalls ist eine Woche Vorlaufzeit, wie in der Pressekonferenz vom 08. Mai 2020 erwähnt, viel zu knapp; in der Theorie getroffene Aussagen halten in der Praxis nicht immer stand.

Hotellerie ist komplexer als Gastronomie

Die allgemeinen Regeln bezüglich Abstand und Hygiene, welche auch für die Gastronomie gelten, sind hinreichend bekannt, jedoch fehlen die spezifischen Regeln für die Hotellerie, nach denen sich die Unternehmer richten und planen können. Eigentlich hätten aus diesem Grund die Regeln für die Hotellerie vor jenen der Gastronomie aufgestellt werden müssen. Das praktische Umsetzen von notwendigen Maßnahmen kann nicht innerhalb einer Woche erfolgen, sind sich Branchenkenner einig.

Wichtige Parameter für die strategische Entscheidung fehlen

Ob überhaupt und mit welcher Kapazität das jeweilige Hotel öffnen soll, hängt von einer Reihe von Parametern ab:

  • Regelungen und Leitlinien hinsichtlich Kapazität und Verpflegung fehlen
  • Sind nur operative Maßnahmen erforderlich oder auch bauliche?
  • Bis wann können diese Maßnahmen umgesetzt werden? Sind Lieferengpässe zu befürchten, wenn erst knapp vor dem möglichen Eröffnungstermin die Regeln bekannt werden?
  • Wie sieht es mit der touristischen Infrastruktur aus? Kann diese nur teilweise oder vollumfänglich genutzt werden?

Dies sind nur einige essentielle Fragen, die beantwortet sein müssen, bevor überhaupt der betriebswirtschaftliche Planungsprozess starten kann. „Es macht wenig Sinn, die Zeit mit Spekulationen über die Maßnahmen zu verbringen, wenn die Zeit für operative Umsetzung ohnehin schon zu knapp ist“, erläutert der Tourismusberater Dr. Klaus Ennemoser. Und weiter: „Man wird wohl zwischen einem theoretisch möglichen und einem praktischen Eröffnungstermin unterscheiden müssen.“

Markt- und Konsumverhalten

Die – leider noch nicht festgelegten - regulativen Maßnahmen haben auch einen großen Einfluss auf das Buchungsverhalten der Gäste und darauf, ob nach Einschätzung des Hoteliers Gäste überhaupt in seinen „Hotelbetrieb mit neuer Normalität“ kommen wollen. Um einen ganzen Tag mit der Gesichtsmaske herzumlaufen, wird die Bereitschaft auf Urlaub zu fahren, eher sinken. Dazu kommt noch der Einfluss der Reisebeschränkungen, das massive Werben um den Inlandsgast in den Herkunftsmärken und weitere Erschwernisse.

Marketing zu betreiben, Mitarbeiter anstellen, Einkäufe in den Zulieferbetrieben zu tätigen kann erst nach einer validen betriebswirtschaftlichen Planrechnung erfolgen. Und für eine solche Finanzplanung fehlen die Parameter.

Gestaltung von Arbeitsverträgen und Zusagen für Mitarbeiter sind schon heute notwendig. Diese Zusagen können aber erst dann gegeben werden, wenn das Betriebskonzept für den Sommer 2020 steht.

Hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Es braucht eine ausreichende Vorlaufzeit und auch Mitarbeiter für die Schulung und Umsetzung der Maßnahmen.

Hochfahren mit Tourismusberater

Sinnvoll ist es jedenfalls, sich bei der Entscheidung und Planung eines Re-Openings von einem Tourismusberater Ihres Vertrauens begleiten zu lassen. Schlussendlich geht es darum, genau zu prüfen, ob in der Sommersaison etwas verdient werden kann und nicht am Saisonende die Schulden gestiegen sind. Es handelt sich um ein existenzielles Thema, deshalb will Opening und Closing der Sommersaison 2020 genau geplant sein.

Da Tourismusbetriebe in einer vernetzten Wertschöpfungskette agieren, betreffen alle Maßnahmen auch indirekt die vorgelagerten Branchen.

Innsbruck, am 12. Mai 2020

TOURISMUS WIE IN DEN 1970ER-JAHREN

Corona hat den Reset-Knopf gedrückt

Innsbruck/Wien (OTS) - Dass der Tourismus zu den am schwersten betroffenen Branchen zählt, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Ennemoser Consulting wagt sich an eine Prognose, um die Auswirkungen der Pandemie auf den österreichischen Tourismus zu berechnen. Dazu der Geschäftsführer Dr. Klaus Ennemoser: „Natürlich ist eine Prognose derzeit mit Ungenauigkeiten behaftet, da man aktuell noch nicht genau weiß, wann die Hotels aufsperren werden können, welche Auflagen es genau geben wird und ob Gäste reisen dürfen bzw. wollen oder können. Aber eines ist bereits jetzt klar: Corona hat den Reset-Knopf des österreichischen Tourismus gedrückt!“

Erinnerungen an die 1970er-Jahre

Im vergangenen Tourismusjahr zählte Österreich rund 153 Millionen Nächtigungen, davon rund 40 Millionen von Inländern und rund 113 Millionen von Ausländern. Aufgrund der aktuellen Datenlage unter Berücksichtigung von Verlauf der Pandemie in den einzelnen Ländern, Reisebeschränkungen und Reisewarnungen sowie eigenen Analysen hat Ennemoser Consulting eine detaillierte Prognose über die voraussichtliche Nächtigungsentwicklung für das Tourismusjahr 2019/20 erstellt. Der Winter war vielversprechend, bis die Saison abrupt beendet wurde und der Sommer wird – wenn überhaupt – erst später anlaufen. „Wir rechnen mit einem Ausfall (Rückgang) von rund 64 Millionen Nächtigungen auf das ganze Tourismusjahr 2019/20 bezogen.“, berichtet Ennemoser.

Nur mehr 89 Millionen Nächtigungen

Das bedeutet, dass wir in Österreich mit rund 89 Millionen Nächtigungen für das aktuelle Tourismusjahr rechnen können. Geht man in der Langzeitdatenreihe des sehr erfolgreichen österreichischen Tourismus zurück, muss man lange suchen. Erst 1970 wird man mit 86 Millionen Nächtigungen ein ähnliches Ergebnis finden. „So gesehen wurden wir über Nacht in die 1970er-Jahre katapultiert, was die Anzahl der Nächtigungen betrifft!“, bringt es Ennemoser auf den Punkt.

17 Milliarden weniger Regionaleinkommen

„Die Nächtigungsanzahl ist etwas für Zahlenfetischisten.“, meint Ennemoser. „Viel bedeutender sind die konkreten Auswirkungen auf die Wirtschaft!“ Durch Rückgänge wird die Tourismusbranche ein um EUR 9,53 Milliarden geringeres Regionaleinkommen generieren und durch die Multiplikator-Effekte die gesamte österreichische Wirtschaft durch den Rückgang im Tourismus einen Verlust von EUR 17,21 Milliarden hinnehmen müssen.

Basis für strategische Beratung

Auf die Frage, warum sich ein Unternehmensberater an volkswirtschaftliche Prognosen wagt, antwortet der langjährige Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der WKO Ennemoser: „Es ist kein Vorbehaltsrecht von Wirtschaftsinstituten, Prognoserechnungen zu erstellen. Wir machen das, um unsere Kunden bei strategischen Entscheidungen bestmöglich beraten zu können.“

„War es in den 1970er-Jahren noch damit getan, das Hotel einfach aufzusperren und die Gäste marschierten in Scharen herein, wird sich das im Sommer 2020 nicht so spielen. Zu viele Unsicherheiten bestimmen die Nachfrage. Wir müssen kurzfristig und aktiv reagieren!“, so Ennemoser.

Innsbruck, am 23. April 2020

ENTSCHÄDIGUNG NACH DEM EPIDEMIEGESETZ

Tourismusbetriebe werden durch Unklarheiten beim Ansuchen geplagt

Innsbruck/Wien (OTS) - Viele Hoteliers haben schon einen Antrag auf Entschädigung nach dem Epidemiegesetz eingereicht und sind dabei auf Schwierigkeiten gestoßen.

Unklare und uneinheitliche oder fehlende Definitionen

„Die meisten unserer Kunden sind schlichtweg mit dem Ausfüllen der Formulare und den Berechnungen überfordert!“, sagt Geschäftsführer Dr. Klaus Ennemoser. „Kein Wunder, Bezeichnungen in Tabellen sind unklar formuliert und es gibt keine einheitlichen Vorgaben, wie die Vergütung für den Verdienstentgang zu ermitteln ist! Behörden, Wirtschaftskammer, Versicherungen und Prozessfinanzierer geben unterschiedliche Empfehlungen, wie die Schadenssumme zu berechnen ist. Spannend wird es dann, wie der Vergütungsanspruch für Verdienstentgang von der Behörde bzw. Verwaltungsgerichten befundet und entschieden werden. Aktuell fehlt es an Rechtssicherheit.“, so Ennemoser weiter.

Pragmatischer Ansatz

Wie ist das sogenannte „vergleichbare fortgeschriebene wirtschaftliche Einkommen“ zu berechnen? Es bleibt vorerst nur die Möglichkeit, den Vergütungsanspruch vage zu ermitteln, den Antrag binnen offener Frist einzureichen und dann zu hoffen, dass eine klare Regel für die Hotellerie definiert wird und die korrekte Berechnung samt Unterlagen nachgereicht werden kann.

Einheitliches, nachvollziehbares Modell

Im Prinzip setzt sich der Schaden aus einem Kosten-Schaden und entgangenen Umsätzen zusammen. „ENNEMOSER CONSULTING wird einen passenden Algorithmus für die Tourismusbranche bzw. Hotellerie entwickeln und diesen den Behörden zur Verfügung stellen. Nur so kann es schnell und einheitlich funktionieren.“, ist Ennemoser überzeugt.

Weitaus höhere Folgeschäden

„Die Entschädigungen nach dem Epidemiegesetz sind sozusagen Erste-Hilfe-Maßnahmen für den leidgeplagten Tourismus. Der viel größere Kollateral-Schaden, also jener Schaden nach dem Stichtag für die Vergütung, wird erst später - im Laufe des Sommers 2020 - entstehen.“, sinniert Ennemoser. Die Abdeckung des Kollateral-Schadens scheint nach mehreren Juristen-Meinungen eher unwahrscheinlich.

Es gibt noch zu viele Unsicherheiten betreffend Beginn und Verlauf der Sommersaison 2020. Was ist, wenn zwar die Betriebe aufsperren, aber die Gäste nicht kommen? Für eine strategische Entscheidung im Spannungsfeld von geschlossen-halten, aufsperren oder Änderung des Betriebskonzepts bietet ENNEMOSER CONSULTING praktikable Lösungsansätze. Liquiditätsplanungen sowie Fortbestehensprognosen und Sanierungskonzepte werden in der Krisensituationen verstärkt nachgefragt.

Innsbruck, am 17. April 2020

URLAUBSBONUS FÜR ALLE ÖSTERREICHER

Innsbruck/Wien (OTS) - Nach den Osterfeiertagen wird Österreichs Wirtschaft in Etappen wieder hochgefahren. Die Tourismusbranche wird eine der letzten sein und zählt zu den am schwersten betroffenen Branchen.

Eingeschränkte Reisefreiheit, Reisewarnungen, Einkommensverluste bei den Gästen und eine insgesamt schwierige Wirtschaftslage lassen dunkle Wolken über dem österreichischen Sommertourismus aufziehen.

„Der österreichische Sommertourismus wird Einbrüche von bis zu 60% bei den Nächtigungen erleben“, sagt Dr. Klaus Ennemoser. „Unser Beratungsunternehmen hat eine differenzierte Prognose erstellt und die Nächtigungsrückgänge nach Herkunftsmärken berechnet.“, führt er weiter aus.

Hotels können erst spät öffnen und es ist unklar, wie sich die Gäste in den Herkunftsmärkten verhalten werden, wie sie ihr persönliches Risiko einschätzen oder ob sie überhaupt reisen dürfen. Jedenfalls empfehlen bereits schon jetzt Regierungen in den einzelnen Ländern, die Bevölkerung soll möglichst im eigenen Land Urlaub machen. Die Tourismus-Ministerin formuliert das so: „Der österreichische Tourismus steht vor noch nie dagewesenen Herausforderungen“.

Sommerurlaub 2020 in Österreich von der Steuer absetzen

Auch der Inlandstourismus wird im Sommer 2020 laut unseren Prognosen um bis zu 50% verlieren. Um gegenzusteuern, schlägt Ennemoser in diesem Zusammenhang einen Urlaubsbonus vor. Als Anerkennung für die erwiesene Disziplin soll jeder Österreicher die Ausgaben für seinen Sommerurlaub, den er in Österreich verbringt, von der Steuer absetzen können. Mit diesem Urlaubsbonus kann ein Teil des Nächtigungsrückgangs abgefangen werden.

Geltend gemacht werden können die gesamten Urlaubsausgaben. Um Missbräuche zu vermeiden, kann der absetzbare Betrag gedeckelt werden. Beispielsweise mit € 1.000,-- pro Erwachsenen und € 500,-- pro Kind. Der Vorschlag könnte praktisch mit minimalsten bürokratischen Aufwand und rasch umgesetzt werden.

Da der Tourismus stark mit anderen Branchen verflochten ist, ergibt sich sogar ein positiver Steuer-Saldo für den Staat. Die Mindereinnahmen aus Lohnsteuer werden durch Mehreinnahmen bei der Umsatzsteuer mehr als kompensiert.

Nicht nur ein Zuckerl für die Österreicher, sondern Mehreinnahmen für den Staat

„Durch eine solche Maßnahme könnten rund 6 Millionen Sommernächtigungen aufgefangen werden und obendrein könnte der Staat rund € 310 Millionen im Plus verbuchen, die er sonst nicht einnehmen würde.“, erläutert Ennemoser. Von dieser klassischen Win-Win-Situation hätten alle was davon: Hotels und Unternehmen, Gäste und der Staat.

Innsbruck, am 09. April 2020

HOTEL-CHECK: KRISENKOMMUNIKATION

Innsbruck/Wien (OTS) - Krisen haben häufig die Eigenschaft, dass sie aus heiterem Himmel auftauchen und zunächst Fassungslosigkeit erzeugen. Umso stärker wirkt eine Krise, je weniger Betriebe aufgrund mangelndem Risikobewusstsein darauf vorbereitet sind. Was auf der Ebene von Behörden oder Konzernen eine Selbstverständlichkeit ist, fehlt weitgehend bei den KMU’s: ein Plan für Krisenkommunikation.

Schockstarre oder Vogel-Strauß-Politik?

Die ENNEMOSER CONSULTING hat sich stichprobenartig die Webseiten einiger Hotels und Tourismusverbände - mit Schwerpunkt auf die aktuellen Corona-Hotspots - angeschaut. Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur vereinzelt wird aktiv mit den (potenziellen) Gästen passend zur aktuellen Situation kommuniziert. Die allermeisten Webseiten vermitteln den Eindruck von business as usual – die Angebote sind nach wie vor buchbar, obwohl die Hotels behördlich geschlossen sind.

Dass die Corona-Krise den Tourismus hart treffen wird, steht schon jetzt zweifelsfrei fest. Aber es wird auch wieder eine Phase nach der Krise geben und bis dahin sollte die Kommunikation mit den (potenziellen) Gästen aufrecht erhalten werden, um Chancen für einen raschen Anlauf nach der Krise zu erhöhen.

Wissensdefizit oder Zeitmangel?

Krisenkommunikation ist nicht allein eine Pflicht der Politiker, sondern jeder einzelne Unternehmer muss Krisenmanager sein. Gerade in Krisen ist es wichtig, Präsenz zu zeigen und dass die Information nach den Grundprinzipien der Krisenkommunikation erfolgt:

  • Schnelligkeit (aktiv und frühzeitig)
  • Wahrhaftigkeit (sachlich, transparent und wahr)
  • Verständlichkeit (kurz, einfach, unkompliziert, bildhaft)
  • Konsistenz (einheitlich, koordiniert und kontinuierlich)

Gerade die KMU-Hotellerie sollte jetzt die Zeit nützen, um ihre Zielgrupp(en) an den Normalfall zu erinnern und pro-aktive Kommunikation betreiben. Und zu den Zielgruppen eines Hotels gehören Gäste und Mitarbeiter gleichermaßen.

Zeigen Sie Präsenz und meistern Sie die komplexen Herausforderungen der kommenden Monate!

Bei Bedarf unterstützt die ENNEMOSER CONSULTING die Hotellerie bei Texten für Webseiten oder Mailings.

Innsbruck, am 01. April 2020

AUSWIRKUNGEN CORONA-PANDEMIE AUF DEN TOURISMUS IN TIROL

Verlust von 15 Millionen Nächtigungen und €4 Milliarden Regionaleinkommen

Innsbruck/Wien (OTS) - Von wem das Bonmont „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen!“, stammt ist nicht geklärt. Klar hingegen ist, dass die Corona-Pandemie einen entscheidenden Einfluss auf den Tiroler Tourismus nehmen wird.

Nach über 49,6 Millionen Nächtigungen im Tourismusjahr 2018/19 war Tirol drauf und dran, die 50-Millionen-Nächtigungsgrenze im Tourismusjahr 2019/20 zu durchbrechen. Zwischen November 2019 und Jänner 2020 (vorliegende Statistik) wurden um rund 583.000 mehr Nächtigungen registriert, was eine Steigerung von +5,1% bedeutet. Doch Mitte März kam nun das abrupte Ende und die ganze Branche fragt sich, wie es nun weitergehen wird.

Davon abhängig, wie lange die Hotels geschlossen bleiben müssen und wie sich die Situation in den Herkunftsmärkten entwickeln wird, werden die tatsächlichen Auswirkungen erst im Nachhinein ermittelt werden können. ENNEMOSER CONSULTING wagt sich dennoch an eine erste grobe Schätzung, welches Ausmaß die Auswirkungen haben könnten:

Ennemoser rechnet für das Bundesland Tirol mit einem Rückgang von rund 5,1 Mio. Nächtigungen für die (theoretisch) noch laufende Wintersaison und einem Rückgang von rund 9,6 Mio. Nächtigungen für die kommende Sommersaison; in Summe also mit einem Minus von 14,7 Mio. Nächtigungen auf das gesamte Tourismusjahr 2019/20 bezogen. Dieser geschätzte Rückgang beläuft sich auf fast 30% und wird Mindereinnahmen in Höhe von rund € 2,3 Milliarden für Tirol bedeuten, wobei in dieser Summe die Ausgaben der Tagesgäste noch nicht eingerechnet sind.

Durch die Verflechtung mit anderen Branchen verringert sich das durch den Tourismus generierte und induzierte Tiroler Regionaleinkommen um über € 4 Milliarden.

Die Tiroler Unternehmen haben auch schon andere Krisen erfolgreich meistern können.

Diese grobe volkswirtschaftliche Betrachtung kann im Augenblick nicht mehr als einen Anhaltspunkt liefern. Viel wichtiger ist die Betrachtung auf betrieblicher Ebene.

Wie soll es nun weitergehen?

In erster Linie wird es darauf ankommen, die jeweilige betriebliche Situation zu analysieren und alle Maßnahmen zu treffen, um die Liquidität über die kommende Durststrecke zu sichern. Kurzfristigen Liquiditäts- und Finanzplänen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

Viele Touristiker setzen nun auf den österreichischen Markt sprich Inlandstourismus. Dieser könnte auch als Dank an die österreichische Bevölkerung steuerlich absetzbar gestaltet werden.

Mit dieser Maßnahme könnte die Kaufkraft und Wertschöpfung in Österreich bleiben sowie ein zusätzlicher Impuls zum Wiederaufbau der österreichischen Wirtschaft geschaffen wird.

Innsbruck, am 27. März 2020

IHR BETRIEB NACH COVID-19
  • Ermittlung Vergütungsanspruch
  • Strategie-Entscheidung
  • Liquiditätsermittlung
  • Restrukturierungs- und Sanierungsmanagement
WIRTSCHAFTLICHKEITSANALYSEN

Kernfrage: Fehlerquellen im eigenen Betrieb erkennen

Oftmals bewirkt das erdrückende operative Tagesgeschäft, dass viele Unternehmer keine Zeit finden, betriebswirtschaftliche Detailanalysen des eigenen Betriebes  zu erstellen. Fehlerquellen können daher nicht aufgedeckt werden. Dies verhindert, dass sich der Betrieb langfristig weiterentwickelt oder Krisen frühzeitig erkannt werden können. Die ENNEMOSER CONSULTING unterstützt Sie dabei, Fehlerquellen im eigenen Betrieb zu erkennen, Optimierungspotentiale auszuarbeiten umzusetzen:

  • Detaillierte Kennzahlen-Analyse des Betriebes
  • Vergleich mit Branchen-Benchmarks
  • Aufzeigen und Erarbeitung von Lösungsansätzen zur Beseitigung von Fehlerquellen
  • Erstellung eines maßgeschneiderten Budgets
  • Monatlicher Soll-/Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse und Reporting
  • Implementierung eines Controlling-Systems

Innsbruck, im Februar 2018

DIE OPTIMALE BETRIEBSNACHFOLGE

Kernfrage: Erfolgreich die Zukunft gestalten

Wenn der Zeitpunkt näher rückt, Ihr „Lebenswerk“ an einen würdigen Nachfolger zu übergeben, stehen auch gleichzeitig viele Fragen an: Ist der Betrieb „übernahmetauglich“, welche Chancen und Risiken bestehen und wie kann man eine erfolgreiche Betriebsnachfolge am besten regeln? Die ENNEMOSER CONSULTING liefert Ihnen dazu wertvolle Tipps:

  • Planen Sie genug Zeit, alleine die Vorbereitungsphase dauert 5 bis 10 Jahre
  • Sind Übergabe-Fähigkeit und Übernahme-Willigkeit gegeben?
  • Wählen Sie die richtigen Fachexperten für die wirtschaftliche, steuerliche und rechtliche Begleitung
  • Wesentlicher Aspekt ist eine offene Kommunikation zwischen Übergeber und Übernehmer bei der „alles auf dem Tisch liegt“
  • Ausarbeitung eines Stufenplans mit klar definierten Meilensteinen

Innsbruck, im November 2017

BUDGETIERUNG UND CONTROLLING

Kernfrage: Kennen Sie Ihre Ertragskraft?

Viele Hoteliers und Gastronomen können zwar den Umsatz laufend steigern, die Ertragskraft bleibt aber oft auf der Strecke. Die Ertragskraft ist die wesentliche Kennzahl zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit eines Betriebes und wird aufgrund vielfältiger Gründe oft nicht berechnet. Die ENNEMOSER CONSULTING kann Sie bei der Optimierung der Ertragskraft Ihres Betriebes unterstützen:

  • Budgetierung der Einnahmen
  • SOLL/IST-Vergleich
  • Budgetierung der operativen Ausgaben
  • Reporting

Innsbruck, im Oktober 2017

VERKEHRSWERTERMITTLUNG

Kernfrage: Was ist meine Hotel-Immobilie wert?

 Der Bedarf für eine solche Bewertung ist vielfältig:

 

  • Betriebsübergaben oder Verschmelzungen; Ausscheiden eines Familienmitglieds
  • Vermögensauseinandersetzungen (z.B. bei Erb- und Scheidungsfälle)
  • Ein- oder Austritt von Gesellschaftern
  • Feststellung des Betriebsvermögens
  • Finanzierungen, Umschuldungen & Restrukturierungen

Innsbruck, im September 2017

PÄCHTER- UND BETREIBERSUCHEN

Kernfrage: Wie finde ich den passenden seriösen Pächter für meinen Betrieb?

Die Suche nach einem geeigneten Pächter für Ihren Hotel- oder Gastronomiebetrieb ist oft ein langwieriger und schwieriger Prozess. Die ENNEMOSER CONSULTING konnte in ihrem mehr als 40-jährigen Bestehen schon viele Objekte erfolgreich vermitteln. Gerne stehen wir auch für Ihre Pächter- bzw. Betreibersuche zur Verfügung und bieten folgende Leistungen an:

  • Erstellung eines Suchprofils und Fact-Sheets
  • Suche in firmeneigener Datenbank
  • Erstellung eines Medienplans
  • Grob-Screening und Interviews der Bewerber
  • Evaluierung von Referenzen, Bonität und Eignung
  • Detail-Screening und Selektion geeigneter Bewerber
  • Begleitung der Vertragsverhandlungen

Innsbruck, im August 2017

RESTRUKTURIERUNG UND SANIERUNGSMANAGEMENT

Kernfrage: Wie kann ich eine Krise in meinem Unternehmen erfolgreich meistern?

 

Ausgangspunkt jeder Krisenbewältigung in einem Unternehmen ist die Bestandsaufnahme, um die Ursachen der Krise zu erkennen und daraus folgend die richtigen Maßnahmen für eine erfolgreiche Restrukturierung bzw. Sanierung setzen zu können. Der Prozess einer erfolgsversprechenden Unternehmens-Restrukturierung erfolgt in folgenden Phasen:

  • Phase 1: Bestandsaufnahme IST-Situation
  • Phase 2: Setzung von Restrukturierungs-Maßnahmen
  • Phase 3: Umsetzung der gesetzten Maßnahmen
  • Phase 4: Steuerung des Umsetzungsprozesses

 Wir haben über 200 Unternehmen erfolgreich restrukturiert.

Innsbruck, im Juli 2017

FREIZEITWOHNSITZE ZUR NACHHALTIGEN NUTZUNG TOURISTISCHER ÜBER-KAPAZITÄTEN

Innsbruck/Wien (TP/OTS) - Der Tiroler Tourismusexperte sieht in einer Freizeitwohnsitzregelung nach Schweizer Vorbild große Chancen für strauchelnde Tourismusgebiete. „Tirol darf diesen Wirtschaftsfaktor nicht verlieren“, sagt Klaus Ennemoser und fordert einen raumordnerischen Turnaround.

Dass in der aktuell in Tirol geführten Debatte die so genannten „Freizeitwohnsitzler“ fast schon kriminalisiert werden, stößt dem Tiroler Tourismusexperten Klaus Ennemoser sauer auf. „Es ist sehr bedauerlich, wie in den Medien und in der politischen Diskussion die zirka 12.500 Eigentümer von Freizeitwohnsitzen in Tirol negativ dargestellt werden“, stellt der Geschäftsführer der ENNEMOSER CONSULTING fest. Das Signal, das damit ausgesendet wird, ist auf mehreren Ebenen fatal und bedarf ebenso einer raschen Korrektur, wie der einengende und die positiven Möglichkeiten ignorierende Zugang zum Thema an sich.

Sachliche Diskussion

Vor dem Hintergrund der jüngst in die Begutachtung geschickten Novelle des Tiroler Raumordnungsgesetzes (TROG) war teils hitzig über Freizeitwohnsitze und die mutmaßlich mit ihnen zusammenhängenden Gefahren diskutiert worden. Dabei wurde mitunter das Thema verfehlt, war im Zusammenhang mit dem Vorstoß des Bauernbundes doch vornehmlich davon die Rede gewesen, dass auch ganzjährige Vermietungen in landwirtschaftlichen Gebäuden „im Freiland“ ermöglicht werden sollten. In Windeseile stand im Raum, dass mit einer diesbezüglichen Neuregelung die Zahl der Freizeitwohnsitze im Allgemeinen und der illegal „durch die Hintertür“ eingerichteten Freizeitwohnsitze im Speziellen, steigen würde. Obwohl nur wenige Landwirte davon profitieren hätten können und obwohl die Höchstzahl der in den Gemeinden zulässigen Freizeitwohnsitze mit acht Prozent (gemessen an der Zahl der Haushalte) streng limitiert ist, war ein altes Schreckgespenst auferstanden.
 
Spätestens mit dem EU-Beitritt Österreichs wurde „Freizeitwohnsitz“ in Tirol zu einem Reizwort, das einerseits aufgrund des damit beschworenen Ausverkaufs polarisiert und andererseits jegliche sachliche Diskussion zum Thema verunmöglicht. „Freizeitwohnsitzler sind ein sehr bedeutender Wirtschaftsfaktor“, verweist Ennemoser in dem Zusammenhang auf eine Salzburger Studie, laut der Freizeitwohnsitze durchschnittlich 85 Tage im Jahr belegt sind, rund 4,5 Millionen Nächtigungen und 450 Millionen Euro pro Jahr generieren.
 
Weil Tirol diesen Wirtschaftsfaktor nicht verlieren darf und weil mit einer cleveren Regelung vor allem strauchelnde Tourismusgebiete und dringend sanierungsbedürftige Tourismusunternehmen gerettet werden können, regt der Tourismusexperte an, das Thema grundlegend neu und jedenfalls weniger emotional zu diskutieren.

 

Beste Stammgäste

 In dieser Diskussion erwartet sich Ennemoser besonders großes Verständnis von den ca. 25.000 TirolerInnen, die selbst Eigentümer von Freizeit- oder Zweitwohnsitzen sind - am Gardasee, in Spanien, Kroatien oder anderswo auf der Welt. Im Vergleich dazu und vor allem in Relation zur Einwohnerzahl nehmen sich die rund 12.500 in Tirol registrierten Freizeitwohnsitze als äußerst gering aus. „Freizeitwohnsitzler sind unsere besten Stammgäste“, weiß Ennemoser aber und erklärt: „Sie haben eine besonders starke emotionale, wirtschaftliche und sehr häufig auch soziale Bindung zu den Einheimischen. Sie sind – auch noch – exzellente Botschafter für Tirol und bringen mit Verwandten, Freunden oder Geschäftspartnern zusätzliche Gäste ins Land.“
 
Dass deren Wertschöpfung ohne die Möglichkeit einen Wohnsitz in Tirol sein Eigen nennen zu können automatisch den Tiroler Hotels zugute kommt, stellt für Ennemoser einen absurden Irrglauben dar. „Nur Tirol, Vorarlberg, Salzburg und Kärnten sind so restriktiv. Interessierte, denen ein Freizeitwohnsitz in Tirol verwehrt bleibt und die sich durch große Kaufkraft auszeichnen, weichen einfach nach Bayern oder Südtirol aus“, skizziert der Tourismusexperte das Szenario, bei dem Tirol „außen vor“ bleibt.
 
Was er mit seinem offenen Vorstoß anspricht, betrifft nicht nur den Mehrwert von Freizeitwohnsitzen für potenzielle Käufer aus dem In-und Ausland, sondern vielmehr den Mehrwert für das Land selbst. Es ist kein Geheimnis, dass Tirol mit seiner Bettenkapazität von rund 350.000 überausgestattet ist. Berechnungen zufolge sind 100.000 Betten zu viel „auf dem Markt“, höhlen denselben aus und machen Tirol mehr zu einem touristischen Diskontladen als zu einer Boutique. Würde dieser Bestand genutzt und beispielsweise mit dem Kapital potenzieller Freizeitwohnsitzler erneuert, würde über den Anlagen, die kaum noch marktfähig sind und die es aufgrund der faktischen Kreditklemme auch nicht werden können, eben nicht das Damoklesschwert schweben. Schlicht, weil die Substanzerhaltung durch Querfinanzierung erfolgt.

 

Überkapazitäten mobilisieren

„Es geht darum, diese Überkapazitäten zu mobilisieren und sie wertschöpferischen Nutzungen zuzuführen“, umschreibt Ennemoser den Weg, mit dem zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden können. Erst wenn das touristische Angebot verknappt wird, kann durch die damit erzeugte Nachfrage eine Wertsteigerung des Bestandes erreicht werden. „Doch dazu bedarf es eines raumordnerischen Turnarounds und eines Schulterschlusses von Raumordnung, Tourismus und Landwirtschaft“, ist Ennemoser überzeugt.
 
Nicht die Theorie ist es, die ihn das grundsätzliche Umdenken in Fragen der raumordnungspolitischen Rahmen fordern lassen: „Die Schweiz hatte die gleichen Probleme wie wir. Sie haben reagiert und haben es geregelt beziehungsweise geordnet“, spricht Ennemoser die Umsetzung der so genannten Zweitwohnungsinitiative an, mit der 2012 eine Weichenstellung für die bis dato arg stockende Tourismusentwicklung in der Schweiz erfolgte.
 
Mit der Verordnung zur Umsetzung der Initiative hat der Schweizer Bundesrat die Grundlage dafür geschaffen, die drohende Wertvernichtung einzudämmen und damit den Strukturwandel nicht zu behindern. Der Anteil an Zweitwohnungen wurde in der Verfassung verankert, auf höchstens 20 Prozent der Brutto-Geschoss-Flächen der Gemeinden beschränkt und die Gemeinden wurden per Gesetz verpflichtet, ihren Erstwohnungsanteil jährlich zu veröffentlichen. Diese Win-Win-Situation ist es, die Klaus Ennemoser auch in Tirol für denkbar hält. „Ich würde empfehlen, eine Obergrenze für Freizeitwohnsitze in Höhe von 25 Prozent der Gästezimmer in der Gemeinde einzuziehen“, schlägt er als eine touristische Bezugsgrenze vor. Dem K.O.-Argument einer durch mehr Freizeitwohnsitze bedingten Verteuerung des Wohnens in Tirol für die Einheimischen vermag die an Gästezimmer orientierte Zahl allen Wind aus den Segeln zu nehmen. „Ob in einem Hotel normale Gäste oder Freizeitwohnsitzler wohnen, macht keinen Unterschied. Die Einheimischen sind Touristen gewohnt. Ein Freizeitwohnsitz in einem bestehenden Hotel hat weder Einfluss auf die Wohnungs- noch auf die Grundstückspreise. Außerdem ist in touristisch geprägten Orten die gewünschte Infrastruktur schon vorhanden“, führt Ennemoser seinen Vorschlag weiter aus und ist überzeugt: „Tirol muss sich dem Thema öffnen und mit anderen, sowohl der Zeit als auch den Herausforderungen entsprechenden Vorzeichen über Freizeitwohnsitze diskutieren. Die positiven Seiten zu ignorieren, wäre verantwortungslos.“
 
Innsbruck, am 15. April 2016